Kochen für pfiffige Köpfe

10 Tipps, wie man beim Kochen der Umwelt Sorge trägt:

1. Auf jede Pfanne gehört ein Deckel: So geht weniger Wärme verloren, und die Herdplatte muss weniger stark erhitzt werden. Damit spart man 40 Prozent Energie.

2. Isolierpfanne und Dampfkochtopf benutzen: Mit ihnen kann man auf tiefen Kochstufen garen und noch mehr Energie sparen – 60 Prozent. Der Dampfkochtopf ist ideal für Eilige: Das Essen ist dreimal schneller zubereitet als in normalen Pfannen.

3. Pfanne nach Grösse der Herdplatte wählen: Die Pfanne muss aufs Kochfeld passen. Nur so wird die Wärme optimal übertragen, es geht keine Energie verloren. Pfannen mit gewölbten Bö­den austauschen, sie verbrauchen beim Erhitzen viel Energie.

4. Nur so viel Wasser erhitzen, wie benötigt wird: Wasserkocher oder Pfannen nur mit der benötigten Wassermenge füllen. Kartoffeln, Eier und Gemüse garen in der Pfanne mit Deckel durch den Dampf auch mit wenig Wasser.

5. Restwärme von Ofen und Herd nutzen: Den Ofen 5 bis 10 Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten. Auch Guss­ und Glaskeramikherdplatten speichern Wärme und können einige Minuten vor Kochende aus­geschaltet werden.

6. Backen geht meist ohne Vorheizen: Nur bei Backwaren mit Blätterteig ist Vorheizen notwendig. Wichtig: Wenn man aufs Vorheizen des Backofens verzichtet, verlängert sich die Backzeit ein wenig.

7. Kochen mit der Pfanne ist sparsamer als in Backofen und Steamer: Garen im Ofen braucht bis zu zehnmal mehr Energie als in der Pfanne.

8. Backen mit Umluft vorziehen: So wird die Wärme im Backofen gleichmässig verteilt, das Essen von allen Seiten gleich erwärmt. Das braucht 10 bis 20 Prozent weniger Energie als Ober­ und Unterhitze.

9. Kaffeemaschinen mit automatischer Abschaltfunktion: Geräte im Standby­-Modus verbrauchen im Jahr viermal mehr Strom als Modelle mit automatischer Abschaltfunktion.

10. Die effizientesten Küchenhelfer: Haushaltsgeräte, die wenig Strom verbrauchen, findet man unter der Web­Site www.topten.ch. Würden alle in der Schweiz solche Apparate benutzen, könnte man doppelt so viel Strom einsparen, wie das Atomkraftwerk Mühleberg produziert. Diese Geräte sind zwar etwas teurer, durch den geringeren Energieverbrauch machen sie sich über die Zeit aber bezahlt.

Weitere Tipps für umweltgerechtes Verhalten: www.wwf.ch/tipps

Mit Kindern am Herd

Die Familie kocht – aber sicher

1. Grundsätzliches

  • Die Kinder dem Alter und ihren Fähigkeiten entsprechend mitarbeiten lassen. Wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt, sanfte Unterstützung geben.
  • Auch kleinere Kinder können viel helfen: formen, kneten, waschen, anrichten.
  • Genügend Zeit einplanen, um Stress zu vermeiden: alles zusammen vorbereiten und bereitstellen.

2. Vorbereiten

  • Hände waschen.
  • Lange Haare zusammenbinden.
  • Kochschürze oder altes T­-Shirt anziehen.

3. Schneiden und raffeln

  • Das Schneidebrett auf einen feuchten Lappen legen.
  • Zu schneidende Sachen mit den Fingern wie Tigerkrallen halten. Immer von sich weg schneiden. Petersilie und Schnittlauch mit der Schere zerkleinern.
  • Mit Reiben, Raffeln und Messern vorsichtig hantieren.

4. Sauberkeit muss sein

  • Beim Arbeiten mit Fleisch und Fisch regelmässig Hände, Messer, Schneidebrett und Arbeitsfläche reinigen.
  • Geflügel und Fisch müssen immer durchgegart sein, damit sie keine schädlichen Bakterien enthalten.
  • Beim Einmachen von Konfitüre oder Gemüse muss man sehr hygienisch arbeiten. Darum muss alles sehr heiss sein. Hier braucht es Erwachsene, die helfen.

5. Schützen vor Verbrennungen

  • Beim Pürieren den Stabmixer erst in der heissen Flüssigkeit einschalten und immer auch dort wieder ausschalten. Nie laufend hineinstellen oder herausziehen.
  • Ofenhandschuhe anziehen, um Bleche oder Formen aus dem Backofen zu nehmen.
  • Heisse Flüssigkeiten von sich weg abgiessen.
  • Fleisch vorsichtig und von sich weg in heisses Öl legen und wenden beim Braten.

6. Am Schluss

  • Das Abwaschen und Aufräumen nicht vergessen.